Identität
Ist wirklich der erwartete Stoff vorhanden?
Labortests ohne Fachchinesisch
Kein einzelner Test beantwortet alles. Erst mehrere passende Verfahren ergeben zusammen ein brauchbares Qualitätsbild.

Ist wirklich der erwartete Stoff vorhanden?
Wie viel Zielstoff und welche Nebenbestandteile sind messbar?
Sind vermehrungsfähige Keime oder bakterielle Endotoxine nachweisbar?
Test für Test
Prüft, ob die untersuchte Substanz tatsächlich dem erwarteten Stoff entspricht.
Einfach erklärt öffnenEine Probe wird mit einer bekannten Referenz oder einem erwarteten Messmuster verglichen.
Ob die gemessenen Merkmale zum erwarteten Stoff passen.
Nicht automatisch Reinheit, Menge, Sterilität oder Wirkung.
Trennt Bestandteile einer Probe und macht Reinheit sowie mögliche Verunreinigungen sichtbar.
Einfach erklärt öffnenDie gelöste Probe wandert durch eine Trennsäule. Bestandteile erscheinen zu unterschiedlichen Zeiten als Peaks.
Wie sich der Hauptbestandteil und messbare Nebenpeaks zueinander verhalten.
Ein hoher Flächenanteil beweist allein weder Identität noch tatsächliche Wirkstoffmenge oder Sterilität.
Verbindet chromatografische Trennung mit Massenspektrometrie zur präzisen Identitätsbestimmung.
Einfach erklärt öffnenFlüssigchromatografie trennt die Bestandteile; das Massenspektrometer misst anschließend Masse-zu-Ladung-Signale.
Ob Masse und Signalbild zum erwarteten Molekül passen und welche weitere Signale auftreten.
Nicht jede Verunreinigung wird automatisch gefunden oder vollständig quantifiziert.
Beschreibt den Anteil der Zielsubstanz im Verhältnis zu anderen messbaren Bestandteilen.
Einfach erklärt öffnenChromatografische Signale werden ausgewertet und der Zielpeak mit weiteren messbaren Peaks verglichen.
Den relativen chemischen Reinheitswert innerhalb der gewählten Methode.
Nicht die absolute Füllmenge, Sterilität oder klinische Sicherheit.
Bestimmt, wie viel Wirkstoff tatsächlich in einer Probe enthalten ist.
Einfach erklärt öffnenEin kalibriertes Verfahren vergleicht das Probensignal mit einer Referenz bekannter Konzentration.
Wie viel Zielsubstanz unter den Testbedingungen tatsächlich gemessen wurde.
Nicht automatisch, ob das Material steril, stabil oder medizinisch geeignet ist.
Untersucht, ob eine Probe frei von vermehrungsfähigen Mikroorganismen ist.
Einfach erklärt öffnenDie Probe wird unter kontrollierten Bedingungen in Nährmedien eingebracht und über eine festgelegte Zeit auf mikrobielles Wachstum beobachtet.
Ob unter den Prüfbedingungen vermehrungsfähige Mikroorganismen nachweisbar waren.
Kein allgemeiner Reinheits- oder Endotoxinnachweis; Probenahme und Methode bleiben entscheidend.
Prüft auf bakterielle Endotoxine, die auch ohne lebende Keime vorhanden sein können.
Einfach erklärt öffnenEin validierter Reagenztest reagiert auf bakterielle Endotoxine und wird gegen Kontrollen ausgewertet.
Ob Endotoxine oberhalb der Nachweis- oder Akzeptanzgrenze gefunden wurden.
Keine vollständige Keimsuche und kein Ersatz für Sterilitätsprüfung.
Dokumentiert sichtbare Merkmale wie Farbe, Klarheit, Partikel und Beschaffenheit.
Einfach erklärt öffnenFarbe, Klarheit, sichtbare Partikel, Behälter und Zustand werden unter definierten Bedingungen betrachtet und dokumentiert.
Ob sichtbare Abweichungen vorhanden sind.
Unsichtbare chemische oder mikrobiologische Probleme können trotzdem bestehen.
Ein Ergebnis ist nie nur eine Zahl
Identität, Reinheit, Verunreinigungen und Dokumentation beantworten unterschiedliche Fragen. Ein einzelner Prozentwert deckt diese Ebenen nicht gemeinsam ab.
Passt das gemessene Signal zur erwarteten Substanz? Methoden wie LC-MS helfen bei dieser Frage.
Wie groß ist der Hauptsignalanteil innerhalb der gewählten Methode? Das sagt allein nichts über Sterilität aus.
Mikrobiologie, Endotoxine, Restlösemittel oder Schwermetalle benötigen jeweils passende separate Prüfungen.
Probe, Charge, Datum, Methode, Labor und Rohdaten müssen nachvollziehbar zusammengehören.
COA lesen
Ein Logo und eine Prozentzahl reichen nicht. Ein prüfbares Dokument sollte Probe, Methode, Ergebnis und Labor nachvollziehbar verbinden.
Fachliche Grundlagen